Wartet die Welt auf die elektrische Vespa?

Piaggio – der Kulthersteller motorisierter Lebenserfahrung in den 50er bis 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit dem Dauermodell Vespa und heutige Marktführer in Sachen Leichtkraftroller in Deutschland – kündigt für Oktober die Möglichkeit der Online-Bestellung des ersten rein elektrisch betriebenen Modells an. Wird das der Durchbruch der E-Roller in Deutschland?

Viele haben sich in dem schwierigen deutschen Markt in den vergangenen Jahren an dem Segment E-Roller bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h versucht. Nur wenige kristallisieren sich für Fachleute als verlässliche, kompetente und im Hinblick auf Produktqualität zu einem angemessenen Preis als vernünftige Lieferanten heraus. Denn fahrbar ab 16 Jahren mit entsprechendem Führerschein und natürlich mit einer PKW- oder Motorradfahrberechtigung, gestaltete sich die Zielgruppe in den vergangenen Jahren zunächst anders als erwartet.

Die Range der Anbieter ist breit

In den Anfangsjahren der E-Roller-Mobilität konzentrierten sich fast alle Hersteller auf die junge Zielgruppe, aber dort kommt es erst seit dem Einfuhr- und Verkaufsverbot für 2-Takt-Verbrennungsmotoren, und damit ansteigenden Preisen durch die gesetzlich vorgegebene 4-Takt-Technologie, zu spürbaren Veränderungen im Kaufverhalten. Die Best Ager –  Generation oberhalb von 45 Jahren öffnete sich hingegen früher und vor allem ohne werblichen Druck dem Angebot und setzte dabei auch eher auf höherpreisige Qualität wie beim Modell Kumpan, das im mittelrheinischen Remagen gefertigt wird. Zwei unterschiedliche Modellgrößen und mittlerweile bereits eigene Stores an einigen Standorten sorgen zusammen mit dem ganz aktuell gelaunchten Modell Kumpan Ri dafür, dass die Unternehmensentwicklung stetig weiter nach oben zeigt.

Eher am unteren Ende der Preisskala bewegt sich das Modell Kito eines schweizerischen Importeurs, das als Einfuhrmodell aus dem E-Roller-erfahrenen Weltmarkt China (in Peking gibt es Kleinroller mit Verbrennungsmotor nicht mehr) mit einer überzeugenden Retro-Optik, einem kraftvollen Motor und einem mehr als passablen Preis punktet. Hier findet der Interessierte eine angemessene Alternative und eine Lösung, die auch studentische Geldbeutel ohne elterliche Finanz-Infusion stemmen können.

Dazwischen tummeln sich viele Anbieter, die bei einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Segment, der Technik, der Produktqualität, den Modellvarianten und aufgerufenen Preisen an der einen oder anderen Stelle weniger gut wegkommen, aber sicherlich auch für viele Menschen attraktiv sein können, sei es auch nur durch ein komplett anderes, eher futuristisch ausgelegtes Design. Denn darüber kann man bekanntlich immer streiten. Und letztendlich muss jeder selbst entscheiden, welche E-Roller-Variante das Gefühl von elektrisch getriebener Freiheit und persönlich initiiertem Abenteuer am besten unterstützt.

Spezialisten sehen positive Entwicklung

Seit 4 Jahren bietet die Vancado AG – Kölner Markenmacher mit einer Spezialisierung auf die Versorgerbranche – deutschen Stadtwerken attraktive E-Roller-Bundle-Produkte und konkrete Kommunikationspakete, um das Segment E-Mobilität aktiv zu besetzen. Das nicht nur aus reinen Imagegründen, sondern insbesondere um den Kunden persönliche Erfahrungen zu ermöglichen und über das commodity-gleiche Thema Ladeinfrastruktur hinaus als Versorger die Elektromobilität im doppelten Wortsinn erfahrbar zu machen.

Seit vielen Jahren sind die Kölner Spezialisten auch durch persönliche Besuche in der E-Roller-Geburtswelt China und intensive Testreihen dort wie hier, mit der Thematik betraut.

Bezüglich des Artikelthemas unterstreichen die Ansprechpartner auf Seiten Vancado, dass die E-Vespa sicherlich nicht den Markt umwerfen wird, aber die Stärke der Marken Piaggio und Vespa sowie die mediale Beachtung in der Einführungsphase der Entwicklung des E–Roller-Marktes gut tun werden. Und sie werden dafür sorgen, dass der nächste Schritt, die elektrisch angetriebenen Kleinscooter mit Geschwindigkeiten bis max. 15 km/h, wie sie heute bereits auf den Bürgersteigen von Moskau, Paris und vielen Städten der USA anzutreffen sind, auch in weiteren Teilen Europa und Deutschland Einzug halten werden.

 

3. September 2018|Aktuelles|0 Kommentare

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