Solarzellen aus der Sprühdose: Neue Gefahr für Versorger?

Kann es in Zukunft zu Umsatzeinbrüchen bei Versorgungsunternehmen und Stadtwerken kommen, weil die Entwicklung neuer Techniken die Rate der selbstversorgten Privathaushalte in die Höhe schnellen lässt?

Die University in Toronto hat eine neue Solar-Technologie entwickelt: Innovative, sogenannte SprayOn-Solarzellen auf der Basis eines winzigen lichtempfindlichen Materials genannt Colloidal Quantum Dots (CQD). Mit diesem Spray sollen zukünftig Solarzellen auf jede beliebige Oberfläche gesprüht und somit in potentielle Solaranlagen verwandelt werden.

Die gesprühte Photovoltaikanlage soll unter anderem auf Hausdächern, auf der Autokarosserie oder auch Tablets und Smartphones aufgetragen werden können. Eine so besprühte Fläche von ca. 1,5 m² produziert dabei laut Angaben der Universität genug Energie, um drei 100-Watt Birnen zu versorgen.

SprayLD unterscheidet sich demnach zu früheren Systemen vor allem durch die Einfachheit der Handhabung und Fertigung: Eine mit CQDs versetzte Flüssigkeit wird direkt auf die Untergründe aufgetragen. Auch die Herstellung der Anlage besticht durch ihre Einfachheit. Denn der Bau der ersten Herstellungsanlage hat die Forschern nur wenige Euro gekostet und wurde ausschließlich mit billigen, leicht verfügbaren Teilen produziert. Die Sprühdosen wurden aus Stahlwerken bezogen und die Luftbürsten aus einer Kunsthandlung.

Die Energieunternehmen sollten diese Entwicklung weiter beobachten, denn was es bedeuten kann, wenn man eine technische Innovation unterschätzt, das hat die unterbewertete Entwicklung der erneuerbaren Energien bei EON, RWE und Co. in den letzten Monaten aufgezeigt.

30. Dezember 2014|Aktuelles|0 Kommentare

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