Quo vadis Netzgesellschaft?

Laut Dr. Thomas König, Mitglied der Geschäftsführung von e.on Deutschland, ist rund die Hälfte der 950 Stromverteilnetzbetreiber überflüssig. Durch fehlende Synergien werde jährlich ein Milliardenbetrag vernichtet.

Als Beleg führte Dr. König an, dass einige kleine Kommunen im e.on-Netzgebiet, die Konzession im Rahmen der Neuvergabe erhalten haben, bereits nach kurzer Zeit signalisierten, mit dem Führen der Netze überfordert zu sein. Ganz anders sieht das naturgemäß der VKU.

Michael Wübbels, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VKU, wies auf einem Symposium der KVK Kompetenzzentrum Verteilnetze und Konzessionen GmbH darauf hin, dass kommunale Versorgungsunternehmen für eine höhere Transparenz gegenüber den Verbrauchern stehen, vor Ort Arbeitsplätze sichern und lokale Wertschöpfung generieren. Das zeige sich nicht zuletzt daran, dass im letzten Jahr rund 5,5 Mrd. € an Ergebnisbeiträgen aus dem Energiegeschäft der Stadtwerke an die Kommunen geflossen seien. Außerdem ließen sich Effizienzpotenziale für Bürger und Wirtschaft erschließen, und es gebe Ansatzpunkte für Kooperationen mit anderen kommunalwirtschaftlichen Unternehmen.

Wo geht die Reise hin? Werden im Rahmen von weiteren Konzessionsvergaben neue Stadtwerke entstehen oder sind die Kommunen mit dem eigenständigen Betrieb von Energienetzen überfordert?

Bild: LCC Bonn

12. Dezember 2014|Aktuelles|0 Kommentare

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