„Kannibalisiere dich lieber selbst, sonst tut es ein anderer“

 

Dieser Satz stammt von Steve Jobs und trifft immer öfter auch auf die Energieversorger zu. Warum? Die Deutschen entdecken zunehmend die Vorteile dezentraler Energieversorgung. Solar, Wind und Blockheizkraftwerke erleben in Privathaushalten und bei kleinen Firmen einen Boom. Äußerst ungünstig für die Abnahmemenge der Produkte der Energieanbieter.

Lange haben die Energieversorger die Entwicklung so gut es ging ignoriert. Dann schmerzte es so sehr, dass sie nun bereit sind, sich ins eigene Fleisch zu schneiden. Frei nach der Devise: Bevor andere den Leuten und Firmen kleine Kraftwerke einbauen, machen wir es eben selber. Damit die neuen Angebote der Versorgungsunternehmen zur Selbstversorgung mit Energie auch wahrgenommen werden, gibt es erste zaghafte Werbekampagnen. So stimmt E.ON ein Loblied auf die Solarenergie an und lässt einen jungen Mann, der sein Fahrrad durch eine Bauernhof-Idylle schiebt, die Vorteile der selbsterzeugten Solarenergie erkennen.

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Sich selbst „kannibalisieren“ auch die Stadtwerke Karlsruhe. Sie locken mit einer Photovoltaik-Initiative, die die klimafreundliche (private) Stromerzeugung aus Sonnenenergie in Karlsruhe voranbringen soll. Schlüsselfertig und zum Festpreis bieten die Stadtwerke zusammen mit einem Partnerunternehmen und Banken Photovoltaikanlagen für Hausbesitzer im Komplettpaket an. Ob die Initiative aktiv beworben wird, wissen wir nicht.

Richtig Geld verdienen wollen die Versorger jedoch mit weit größeren Geräten. Blockheizkraftwerke, die Wärme und Strom vor Ort erzeugen, versprechen ein neues Geschäftsmodell. So bietet RWE eine Leasing- und eine Kaufvariante und dient sich in beiden Fällen als Betreiber an. Lichtblick bietet das  „ZuhauseKraftwerk“ bereits seit 2010 an.  Produziert werden die BHKW Module von Volkswagen im Werk Salzgitter. Ob Lichtblick bereits – wie vollmundig angekündigt – 100.000 BHKW installiert hat?

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Vielleicht fehlt es an Werbemaßnahmen für das Lichtblick-ZuhauseKraftwerk. Wir finden: Die Zeichen der Zeit erkennen und nicht hartnäckig ignorieren, das müssen auch die Energieversorger. Und hat man sich zu einem solchen Angebot durchgerungen, dann ist dafür ein aktives Werbekonzept notwendig! Gute Beispiele veröffentlichen wir gerne!

 

 

 

11. Oktober 2013|Aktuelles|0 Kommentare

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