Führt an der Stadtwerke-App kein Weg vorbei?

Rund jeder Zweite nutzt ein Smartphone. Neben der ursprünglichen Telefonfunktion sind es vor allem die zusätzlichen Anwendungen, die den Reiz der Geräte ausmachen. Zur generellen Mail- und Internetfunktion kommen täglich neue Programme hinzu. Beispielsweise lassen sich per Smartphone Fernsehbeiträge aufzeichnen oder elektrische Verbraucher im Haushalt steuern. Keine Frage, auch für kommunale Versorger wird dieser Bereich als neues Geschäftsfeld mit Wachstumspotenzial immer interessanter. Doch wie sieht die Realität aus?

Eine nicht repräsentative Umfrage des Energieverdichters hat gezeigt, dass vor allem die größeren Unternehmen über entsprechende Angebote verfügen, bei kleineren Versorgern scheint oft der Aufwand einem eigenen Auftritt entgegenzustehen. Als Alternative bieten sich vorgefertigte Produkte an, die einen „Grundrahmen“ bieten und von den jeweiligen Unternehmen mit eigenen Inhalten versehen werden. So setzen beispielsweise Langenfeld und Iserlohn auf GIPS und Würzburg oder Bad Salzuflen auf Stappy.

Obwohl die Apps erst seit kurzem verfügbar sind, gibt es ein klares Feedback. Johannes Dittmar von den Stadtwerken Bad Salzuflen berichtet von mehr als 1.000 Nutzern während des ersten Monats. Besonders gefragt seien Informationen zu lokalen Events und Ereignissen. Auch bindet man ortsansässige Betriebe und Vereine ein, um ihnen einerseits einen zusätzlichen Nutzwert zu bieten und andererseits den Lokalkolorit zu stärken.

Allerdings sollte man in diesem Zusammenhang die Frage stellen, welche Realisierungsform für ein Versorgungsunternehmen langfristig Sinn macht. Stefan Schmitz, Geschäftsleiter bei der auf Energiekommunikation spezialisierten Vancado AG in Köln empfiehlt dazu: „Bezüglich Native Apps sollte jedes Unternehmen immer auch die Kosten im Auge behalten. Die Entwicklung und spätere Veränderung von Native Apps muss je Betriebssystem der mobilen Geräte (iPhone, Android, WIN 8) separat erfolgen, was die Kosten in die Höhe treibt. Aus unserer Sicht macht es daher in vielen Fällen eher Sinn, über Websites im Responsive Design nachzudenken. Hier sind Änderungen und Anpassungen vergleichsweise einfach und kostengünstig zu realisieren, da diese sich sofort auf alle Endgeräte auswirken.“

Der Energieverdichter wird in einer der nächsten Ausgaben die Unterschiede der insgesamt vier Technologien für mobile Endgeräte noch einmal ausführlich erläutern.

19. Mai 2015|Aktuelles|0 Kommentare

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