Eiszeit bei den Stadtwerken

Alljährlich das gleiche Bild in vielen Städten: Eisbahnen laden die Besucher der Weihnachtsmärkte zur sportlichen Aktivität zwischen Glühweinschwaden und Lebkuchenduft. Eine attraktive Ergänzung des vorweihnachtlichen Angebots in den Innenstädten. Immer wieder mit dabei: Die örtlichen Versorgungsunternehmen. Schließlich soll die benötigte Energie ja für die Veranstalter bezahlbar bleiben.

Wir haben uns im Vorfeld der Märkte auf den Webseiten der jeweiligen Anbieter und ihrer Sponsoren / Kooperationspartner umgesehen und mussten leider feststellen, dass viele Stadtwerke die Chancen eines solchen Engagements auch Sicht von Marketingprofis nur halbherzig wahrnehmen. Ein paar Beispiele:

Die Stadtwerke im rheinischen Langenfeld unterstützen die Eisbahn in der dortigen Fußgängerzone als Kooperationspartner und liefern Öko-Strom zum Betrieb der Kühlaggregate. Leider findet sich dazu 4 Tage vor der Eröffnung weder eine Ankündigung noch eine weiterführende Erläuterung auf den Webseiten des Sponsors. Und damit bleibt gleichzeitig die Chance zur Kundenbindung und Imageverbesserung ungenutzt. Schade eigentlich.

Da kommen die Kollegen der Rheinenergie aus Köln schon etwas besser weg. Erste Stelle auf der Sponsorenliste der Weihnachtsmarkt-Website, Logo auf dem Eis, dezente Werbung an der Bahn. Aber auch hier keine Vorteile für die eigenen Kunden, keine Präsenz des Engagements auf der eigenen Website. Warum eigentlich? Schließlich handelt es sich hierbei, wenn man den Pressemitteilungen glauben darf, um ein dreijähriges Engagement. Da sollte man die Investitionen doch auch möglichst weitgehend nutzen. Hier besteht aus Sicht des Energieverdichters für das Unternehmen die Chance auf eine sehr viel weitergehende Nutzung auf allen Kommunikationskanälen. Und das auch bereits vor Beginn der Veranstaltung,

In Karlsruhe gibt es die „Stadtwerke Eiszeit“ als 10-wöchige Attraktion für die Besucher der Innenstadt. Neben der Namensgebung zeugte im vergangenen Jahr ein dezentes Begrüßungsbanner von dem Engagement des städtischen Versorgers. Mal sehen, ob es in diesem Jahr mehr wird. Immerhin wird auf Facebook schon einmal der Aufbau Social Media-gerecht begleitet. Da sind wir gespannt, was noch kommt.

Richtig gut aus unserer Perspektive: Die Eislaufbahn „energy on ice“ der Stadtwerke Duisburg. Und das Besondere in diesem Jahr: Die Besitzer der kostenlosen Kundenkarte der Stadtwerke Duisburg kommen richtig gut weg. Bei Vorlage der PartnerCard sparen sie 50% auf den Eintrittspreis. Da spürt der Kunde echte Vorteile und nimmt dann auch einen vielleicht nicht immer besten Lieferpreis an.

Die ersten Bilder der Eisbahn findet man bereits auf der Facebook-Seite der Stadtwerke. Man könnte meinen, die Marketingleute der Duisburger Stadtwerke sind heiß auf das Eis.

25. November 2014|Aktuelles|2 Kommentare

2 Comments

  1. Christoph Preuß 25. November 2014 um 13:01 Uhr - Antworten

    Sie schreiben:

    „Da kommen die Kollegen der Rheinenergie aus Köln schon etwas besser weg. Erste Stelle auf der Sponsorenliste der Weihnachtsmarkt-Website, Logo auf dem Eis, dezente Werbung an der Bahn. Aber auch hier keine Vorteile für die eigenen Kunden, keine Präsenz des Engagements auf der eigenen Website. Warum eigentlich? Schließlich handelt es sich hierbei, wenn man den Pressemitteilungen glauben darf, um ein dreijähriges Engagement. Da sollte man die Investitionen doch auch möglichst weitgehend nutzen. Hier besteht aus Sicht des Energieverdichters für das Unternehmen die Chance auf eine sehr viel weitergehende Nutzung auf allen Kommunikationskanälen. Und das auch bereits vor Beginn der Veranstaltung.“

    Das ist nicht so ganz richtig. Und Ihre Sicht war bereits vor Beginn der Kooperation schon längst die unsrige:

    Erstens: Wir vermarkten die Eisbahn massiv gegenüber unseren Kunden, im Rahmen unseres Bindungsprogramms „Heimvorteil“ für Privatkunden. Auch unsere Vertriebskollegen für Geschäftskunden nutzen die Plattform emsig. Einladungen zur offiziellen Eröffnung tragen ebenso unser Logo wie andere Aktionen.

    Zweitens: Wir haben voriges Jahr sogar eine eigene kleine Außenwerbekampagne zum Thema inszeniert. Mit 18/1, Megalights und allem Zubehör.

    Drittens: Aktuell spielen wir das Thema auf unseren Social-Media-Kanälen im Web und auf Twitter. Die hatten wir voriges Jahr noch nicht. Wir haben die Kanäle im vorigen Jahr SOOO effizient genutzt, dass alle Welt glaubte, wir seien der Veranstalter und bei uns die Bahnen fürs Eisstockschießen buchen wollte.

    Deswegen machen wir das in diesem Jahr ein wenig zielgerichteter, aber aus unserer Sicht kaum weniger effizient. Kunden profitieren also in mehrfacher Hinsicht von unserem Engagement

    Das alles hätten Sie gerne vor dem Schreiben auch bei uns erfragen können.

    • Energieverdichter 25. November 2014 um 14:54 Uhr - Antworten

      Hallo Herr Preuß,

      vielen Dank für Ihre Nachricht und das Telefonat.

      Wir freuen uns, dass es doch mehr Marketing-Maßnahmen der RheinEnergie gibt, als wir bei der Recherche der Website sehen konnten.

      Den „Heimvorteil“ haben wir in der Tiefe der Rheinenergie-Website leider nicht gesehen. Da haben Sie Recht. Persönliche Einladungen können natürlich nur die Kunden erhalten. Die Maßnahmen des letzten Jahres haben wir bei der aktuellen Betrachtung außer Acht gelassen und zum Zeitpunkt der Betrachtung war in den sozialen Medien noch nichts zu sehen. Aber wie wir sehen, legen Sie da ja richtig los.

      Nochmals vielen Dank
      Ihr Energieverdichter

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