Mittlerweile wird immer häufiger darüber geschrieben, auch wenn man sie auf den Straßen noch recht selten antrifft. Die Rede ist von vierrädrigen, elektrisch angetriebenen Leichtfahrzeugen, die für Kommunen interessant sind, denn die Anschaffung wird in diversen Bundesländern mit spürbaren Förderungen unterstützt.

Der Energieverdichter berichtete bereits vor einigen Jahren über einen Pionier der Branche, den Schweizer Hersteller Micro und sein folgerichtig „Microlino“ genanntes Fahrzeug auf Basis des aus den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammenden BMW Isetta. Anfänglich gab es viel Ärger mit dem Unternehmen Artega, das, damals als Fahrzeugbauer für Micro tätig, dieses Fahrzeug als Eigenproduktion am Markt platzierte. Heute kann das Fahrzeug im Web konfiguriert und bestellt werden. Geringer Parkplatzbedarf, bis zu 230 km Reichweite und Raum für 2 Personen werden geboten. Oft braucht man im kommunalen Personenverkehr nicht mehr.

Diverse Hersteller

Die ehemalige Sportwagenmanufaktur Artega aus dem westfälischen Delbrück ist mittlerweile von den in Göttingen beheimateten Electric Brands übernommen worden, die das sehr ähnlich aussehende Modell „Evetta“ nun auf dem deutschen Markt anbieten. Und das nicht nur als früher gern bezeichnete „Knutschkugel“, sondern auch in einer etwas unausgewogen anmutenden Cabrioversion. Daneben gibt es aus dem gleichen Haus auch noch das kleinen Raumwunder „XBus“, einen Offraod-Camper der viel mediale Beachtung findet.

Besonders interessant für kommunale Aufgaben ohne hohen Zuladungsbedarf sind die förderungsfähigen Leichtnutzfahrzeuge der Marke Ari Motors aus dem sächsischen Borna, die in den Versionen Pritsche, Kipper, Kofferaufbau oder Kastenwagen bestellt werden können. Auch eine reine Personenversion wird hergestellt. Hier könnte für so manche Einrichtung wegen der Vielfalt der zur Verfügung stehenden Modelle sogar eine kleine Flotte entstehen.

Gerade die Controller in den städtischen Betrieben freuen sich über die Anschaffung solcher Fahrzeuge, denn Kommunen und nicht wirtschaftlich tätige kommunale Betriebe können z. B. in Nordrhein-Westfalen 40 % der Anschaffungskosten (maximal 30.000 Euro) von elektrisch betriebenen Fahrzeugen der Klassen L6e/L7e, M1, N1/N2 fördern lassen. Allerdings muss der Förderantrag vor der Bestellung gestellt und genehmigt werden.

Fördermöglichkeiten

Ein dritter Anbieter von Leichtfahrzeugen, allerdings nur mit Verbrennermotoren und zwei Nutzfahrzeugvarianten (Pick-up und Kofferaufbau) neben den Personenfahrzeugen ist Ligier Microcar in Köln. Der Nachteil bei diesem Anbieter: Eine Förderung ist aufgrund des fehlenden elektrischen Antriebs nicht möglich.

Gerade aber die Fördermöglichkeiten, die neben dem genannten Beispiel aus NRW in vielen anderen Bundesländern für diese Fahrzeugtypen bereitstehen, machen die Anschaffung attraktiv. Hinzu kommt noch ein geringer Verbrauch, so dass auch die laufenden Kosten sehr überschaubar bleiben.

Ein Klick auf die Verlinkungen führt direkt zu den jeweiligen Anbietern, weshalb wir an dieser Stelle auf Fotos verzichten.

(MW)

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