Stadtwerke auf YouTube – verschenktes Geld?

Videobeiträge für den Social-Media Einsatz sind teuer und aufwendig in der Produktion. Deshalb scheuen viele Stadtwerke den Einsatz. Dabei könnte er großen Erfolg versprechen. Die Stadtwerke Münster und die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm zum Beispiel trauen sich bereits. Der Stadtwerke-Blog macht den Vergleich.

Die Stadtwerke Ulm gestalteten ihren YouTube Kanal mit dem grafischen Fokus auf elektrische Fahrzeuge. Damit geben sie sich das fortschrittliche Image eines zukunftsorientierten Unternehmens. Inhaltlich ist innerhalb des Kanals jedoch kein roter Faden erkennbar. Die redaktionelle Arbeit scheint nicht konsequent geführt. Schön ist, dass die Stadtwerke regelmäßig neuen Content posten, der auch vorbildlich mit Facebook verknüpft wurde. Vergleicht man die tatsächlichen Videoaufrufe mit den Zahlen der Aufrufe auf dem Kanal der Stadtwerke Münster, so geht Ulm auch als Sieger hervor. Dennoch ist eine Steigerung der Zahlen in jedem Falle möglich. Die niedrigen Besucherzahlen könnten u.a. mit den Kanal-Beiträgen von sehr minderwertiger Qualität in Zusammenhang stehen – Siehe nachfolgenden Clip, der eher an das Werk von Hobby-Filmern erinnert:

Die Stadtwerke Münster entschieden sich bei der grafischen Gestaltung ihres Kanals für Bilder der Stadt Münster selbst und den Verkehrsbetrieb. Inhaltlich sowie redaktionell, ist auch auf dem Kanal der Stadtwerke Münster kein roter Faden erkennbar. Auch die Verknüpfung mit weiteren Social-Media-Kanälen wie Facebook oder Twitter haben die Stadtwerke Münster leider verpasst. Als Besucher des YouTube Kanals fällt zunächst die mangelnde Aktualität der Videos ins Auge. Die meisten Posts wurden vor mehr als sechs Monaten online gestellt. Auch das Verhältnis von Abonnenten zu Videoaufrufen ist im Vergleich zu den Ulmer Zahlen etwas geringer. Durch simple und effektive Verbesserungen wäre es möglich, die Aufrufe kurzfristig deutlich zu steigern.

Dass die Stadtwerke ja eigentlich dazu in der Lage sind interessanten Content online zu stellen, zeigt ein spannendes, wenn auch etwas älteres Video:

Stadtwerke sollten genau abwägen, ob sie einen Online-Kanal als Plattform wählen möchten. Wenn aus mangelndem Budget oder fehlendem redaktionellen Inhalt nicht genügend aktuelle Videos produziert werden können, ist ihnen von solch einer Maßnahme abzuraten. Am Beispiel der Stadtwerke Münster ist erkennbar, dass sie, trotz ihrer breiter gefächerten Maßnahmen im Social-Media-Bereich, in der Außenwirkung schlechter abschneiden als die Stadtwerke Ulm.

30. März 2012|Aktuelles|0 Kommentare

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