Snapchat: Zukunftskommunikation für Energieversorger?

Mitte Januar diesen Jahres veröffentlichten die Hochschule Düsseldorf und die Agentur whylder eine erste umfassende Studie zur Snapchat-Nutzung in Deutschland. Auch in unserer Umfrage zur Social Media-Nutzung im Energieumfeld von Anfang 2017 war Snapchat ein Thema. Grund genug, uns die Studienergebnisse zum derzeit am stärksten gehypten Netzwerk noch einmal genauer anzuschauen.

Snapchat Nutzungszahlen

Die Studie zur Deutschland-Nutzung zeigt, dass 81,8% der Befragten keinem einzigen Unternehmen auf Snapchat folgen. Und doch wird die Plattform in Unternehmenskreisen immer wieder als Thema auf den Tisch gebracht. Ja, Werbung in Form von gesponserten Filtern wird von 85% der Nutzer als nicht störend empfunden – doch eignet sich die Plattform deshalb wirklich, um dort als Unternehmen zu kommunizieren? Und wie sieht es im Energiebereich aus: Sollten Stadtwerke & Co. auf diesen Hype aufspringen?

Snapchat für Energieversorger

Unsere eigene Erhebung unter Energieexperten zeigt deutlich: Snapchat wird aus Sicht der Versorger auch in Zukunft noch kein großes Thema sein. Nur 9% der Befragten geben an, dass sie Snapchat zukünftig als relevanten Kanal ansehen. Zusätzlich wird diese Aussage vom Zeit-Faktor unterstrichen: 52% der Snapchat-User erwarten von Unternehmen täglich neue Inhalte. Und was ist aus Sicht der Energieversorger die größte Problematik, wenn es um die Pflege von Social Media Kanälen geht? Genau: Die Zeit!

Wir empfehlen daher: Nicht jeder Hype kommt für die eigene Kommunikation infrage. Energieversorger sollten stattdessen eher darauf achten, welche Zielgruppen sie erreichen möchten und auf welchen Kanälen diese anzutreffen sind. Snapchat eignet sich aufgrund der begrenzten Einsatzmöglichkeiten und sehr spezifischen Zielgruppe eben nicht pauschal für alle Unternehmen. Aktuell noch fehlende Möglichkeiten zur detaillierten Erfolgsmessung unterstreichen diesen Aspekt.

Wie die Konkurrenz Snapchat imitiert und ob der Hype um die Plattform gleichzeitig auch ihr Ende bedeutet, haben wir in einem vorherigen Blogbeitrag genauer unter die Lupe genommen. Diesen finden Sie hier: Snapchat vs. Instagram – Eine relevante Diskussion für Energieversorger?

10. März 2017|Aktuelles|0 Kommentare

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