Neue Konkurrenz für Stadtwerke? Apple gründet Firma für Solarstrom-Verkauf

Apple wird zum Energieversorger: Der Konzern produziert aktuell mehr Solarenergie, als er selbst benötigt. Deshalb hat das Unternehmen eine Tochter ins Leben gerufen, um überschüssigen Strom ins Netz einzuspeisen und zu verkaufen. In weitere Formen regenerativer Energieproduktion wird ebenfalls investiert.

Für Apple Energy LLC wurde eine Strommarktlizenz bei der amerikanischen Aufsichtsbehörde beantragt. Ist diese erteilt, kann der Konzern auf dem gesamten Strommarkt der USA Energie verkaufen. Überschüssige Erträge der Solarfarmen in Cupertino und Nevada könnten bereits ab August eingespeist werden, berichtet der AOL-Webdienst Engadget.

Noch vor einigen Jahren erhielt Apple von Umweltverbänden miserable Noten in Sachen Umweltfreundlichkeit. Das Unternehmen reagierte auf den möglichen Imageschaden sehr schnellt und baute innerhalb weniger Jahre große Anlagen zur  Solarenergiegewinnung. Auch Wasserkraft, Biogas und Erdwärme hat Apple inzwischen im Portfolio und produziert so nach eigenen Angaben genug Elektrizität, um 93 Prozent seines weltweiten Bedarfs an Energie abzudecken, schreibt The Verge auf der Webseite.

Was bringt die Zukunft?

Ziel von Apple ist der Ausbau der Gesamtkapazität seiner Solarprojekte auf weltweit 521 Megawatt, um damit saubere Energie für alle seine Serverfarmen sowie die meisten Apple Stores und Bürogebäude zu produzieren. Auch wenn aus diesen Quellen die Verbrauchsorte nicht beliefert werden können, sollte dies die Mahner beruhigen. In Zeiten geringer oder fehlender Produktion kauft das Unternehmen grünen Strom dazu, bei Überproduktion will es künftig als Energieversorger tätig sein. Natürlich ist der Apfel-Konzern aus Cupertino mit seiner Energiebereitstellung nur ein kleiner Marktteilnehmer, aber man strebt an, auch Privatkunden zu beliefern – die Schar der Jünger ist ja groß genug. Wie das Geschäftsmodell des neuen Tochterunternehmens aussieht, wird sich zeigen, wenn die Lizenz abgesegnet wurde und die Firma wirklich ans Netz geht.

Bis dahin sollten wir immer daran denken, dass die Kalifornier Meister in Sachen  Marketing der eigenen Marke sind.

 

13. Juni 2016|Aktuelles|0 Kommentare

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