Neue Akkus lassen Tesla alt aussehen

Alle Experten sind sich einig, dass der Sieg beim besten Elektroauto nur über die Batterie gewonnen wird. Wer die besten und die billigstem Akkus verbaut wird auch den größten Erfolg haben. Und in dieser Diskussion wollen drei Brüder mit dem Namen Kreisel ein gehöriges Wort mitreden, wie N-TV berichtet: „Wir haben die leichteste, kompakteste und sicherste Batterietechnologie für mobile und stationäre Stromspeicher“, sagt Markus Kreisel und baut dabei auf zwei Kernwerte: Das Gewicht für eine Kilowattstunde Akkuleistung liegt bei 4,1 Kilogramm und das Volumen bei knapp zwei Litern.

Am Beispiel eines VW e-Golf kann man erkennen, was das im täglichen Leben bedeuten kann: „Würde man unsere Batterien in das aktuelle Modell einbauen, hätte der Wagen mit 55,7 kWh mehr als die doppelte Kapazität, käme 430 statt 190 Kilometer weit, wäre nur sieben Kilo schwerer und würde nicht mehr kosten,“ unterstreicht Kreisel und erklärt auch ganz offen, wie dieser Fortschritt erreicht wird. Sie haben ein Verfahren entwickelt, bei dem die einzelnen Zellen der Lithium-Ionen-Akkus wie Patronenhülsen im Gewehrmagazin in Kunststoffkapseln gesteckt werden, bevor sie die Zwischenräume mit einer nicht leitfähigen Kühlflüssigkeit fluten.

Dieser kleine aber wesentliche Unterschied zum System bei Tesla bringt gleich mehrere Vorteile mit sich:

  • Die Kühlung verbessert sich und dies führt neben einer Verkürzung der Ladezeiten gleichzeitig zu einer Verlängerung der Lebensdauer.
  • Weil sich weniger Isolierung zwischen den einzelnen Zellenblocks befindet, ergibt sich beim Bauraum und beim Gewicht eine Reduzierung.
  • Die Energiedichte wächst.
  • Die nicht leitfähige Kühlflüssigkeit ist auch nicht brennbar. Somit hat die Batterie auch eine Art „eingebauten Feuerlöscher“ und wird damit auch sicherer.

Und schneller montieren lassen sich die Akkus auch. „In der Industrie rechnet man aktuell mit zwei Minuten Fertigungszeit pro Kilowattstunde“, sagt Kreisel. „Wir kalkulieren mit weniger als 30 Sekunden.“

Wir sind gespannt, ob sich die Ergebnisse in der Massenproduktion bestätigen werden und das Unternehmen mittelfristig im Auge behalten.

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11. August 2016|Aktuelles|0 Kommentare

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