Nachwuchs-Akquise im Web: Stiefkind der Personaler?

Sie suchen einen abwechslungsreichen, spannenden und zukunftssicheren Arbeitsplatz, bei einem traditionsreichen Unternehmen mit regionaler Verwurzelung? Diesen bieten Ihnen fast alle Stadtwerke, sogar innerhalb ihrer Webpräsenzen – nur oft leider wenig attraktiv.

Immer wieder verbirgt sich hinter den Navigationsbegriffen „Karriere“ oder „Jobs“ nur eine lieblose Webpräsenz mit aussagefreien Fotos und oft inhaltsschwachen Kurzbeschreibungen angebotener Positionen. Das mag für die zielgerichtet suchenden ArbeitnehmerInnen mit ein wenig Wohlwollen noch ausreichen. Auf den immer wichtiger werdenden beruflichen Nachwuchs aus Schule und Uni wirken solche „altmodischen“ Auftritte jedoch langweilig, sogar gruselig.

Keine zielgruppengerechte Ansprache, wenig Informationen zur Philosophie und schon gar keine Erfahrungsberichte von aktuell tätigen Azubis oder Volontären. Ein wirklich attraktiver, zukünftiger Arbeitsplatz stellt sich anders dar.

Sehr wenig findet sich bei den Unternehmen auch zu den Themen, die heute gut ausgebildete Nachwuchskräfte interessieren: Work-Life-Balance, Einklang von Beruf und Familie, die Einstellung des Unternehmens zu Arbeitszeitmodellen. Alles Aspekte, die bei der Auswahl des Arbeitsplatzes eine immer wichtigere Rolle spielen.

Würde man solche Themen aufgreifen, könnte dies zu dem werden, was man neudeutsch als Employer-Branding bezeichnet; also der Arbeit an einer attraktiven Arbeitgebermarke und einer deutlichen Unterscheidung zu Mitbewerbern bei der Ansprache zukünftiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Manche Versorger können das: Schauen Sie sich mal die Stadtwerke in Bremen, Osnabrück oder auch die Facebook-Präsenz der Azubis bei den Stadtwerken München an. Aber es bleiben leider zu wenige. Dabei sind wir überzeugt, dass kommunale Versorgungsunternehmen gerade bei den weichen Faktoren einiges zu bieten haben. Man muss es jedoch kommunizieren!

30. April 2015|Aktuelles|0 Kommentare

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