Messenger Marketing: Das Werbewerkzeug der Zukunft? Teil 1

„Alle Jahre wieder…“ könnte man meinen, wenn man aktuell an vielen Stellen liest, dass die Zukunft im Messenger Marketing liegen soll. Wieder mal ein neuer Begriff der durch die Werbegassen getrieben wird, wieder mal ein Hype der nach kurzer Zeit im Nichts entschwindet?

Wir sagen klar und deutlich: Nein! Genauso wie wir bereits vor Jahren immer wieder darauf verwiesen haben (und es in manchen Fällen heute immer noch tun müssen), dass die Website der Kern der  Kommunikation eines Unternehmens oder einer Marke ist, sagen wir heute, dass diese Werbeform die Zukunft bestimmen wird.

China geht voran

Die Gründe dafür liegen eigentlich auf der Hand, aber viele Marketer, gerade in kommunalen Unternehmen halten mal wieder mehr von vornehmer Zurückhaltung als von innovativem Voranschreiten – und treffen damit bei Ihren Vorgesetzten leider fast immer ins Schwarze. Doch genau das ist falsch.

Schauen wir uns das persönliche Verhalten bei der Kommunikation an, stellen wir fest, dass immer mehr Menschen nicht nur privat sondern auch geschäftlich mit Nachrichtendiensten wie Facebook Messenger oder WhatsApp kommunizieren. Ein Blick in den chinesischen Markt, der auf Grund des politischen Einflusses in den 1990er- und den jungen 2000er-Jahren die Laptop-Phase komplett übersprungen hat und das Internet nur in der Smartphone-Ära richtig kennengelernt hat, zeigt deutlich, im Business läuft der größte Teil der Kommunikation auf diesem Weg und das E-Mail als Haupttransportmedium von Nachrichten tritt mehr und mehr in den Hintergrund. Auch, oder vielleicht gerade, weil der dort hauptsächlich genutzte Messenger der Wahl mit dem Namen „wechat“ noch mehr kann als die Pedants aus den USA. Und auch deshalb mit Funktionen wie z. B. E-Wallet (digitales Bezahlen) oder TRUSTe-Zertifizierung (Privatsphären-Einstellung) bei seinen rund einer Milliarde Nutzern so beliebt ist.

Dieser Trend wird sich auch in unserer Region durchsetzen und alle, die sich bereits heute mit dieser Werbeform beschäftigen, werden zukünftig zu den Gewinnern gehören.

Versorger klagen über Personalmangel – ein Argument?

Die Vorteile der Entwicklung liegen auf der Hand: Die durchschnittliche Öffnungsrate liegt beim Messenger-Marketing mit 84,3% ** weit mehr als drei Mal höher als bei E-Mails (22,87% *). Bei der Klickrate kommen die Messenger-Meldungen sogar auf einen fast neunfachen Wert (E-Mail: 3,26% *, Messenger: 28,3% **). Die Quellen der Angaben haben wir am Ende des Artikels angegeben.

Und welche Energie-WerberInnen möchten nicht solche Raten erreichen? Warum versuchen Sie es dann nicht, wo doch davon auszugehen ist, dass die Empfänger die Nachrichten mit großer Wahrscheinlichkeit lesen werden und auf Grund des eher privaten Umfelds in dem sie agieren auch sehr viel wahrscheinlicher in einer Art und Weise handeln werden, die zu einem Dialog mit Marke oder Unternehmen führt?

Denn gerade die Bereitschaft für die Beschäftigung mit (Dialog-)Angeboten und Nachrichten aus Unternehmen ist bei der Umsetzung auf den Messenger-Kanälen um ein vielfaches höher, als wenn man den Kommunikationsweg via E-Mail wählt. Das hängt ursächlich mit der größeren Offenheit zum Öffnen von Nachrichten aus diesem Segment zusammen.

Über die Jahre haben wir von Marketing- und Vertriebsleitern immer wieder gehört, dass nicht genügend geschultes Personal zur Verfügung steht und die Bereitschaft, sich mit neuen Möglichkeiten der sozialen Medien zu beschäftigen, nicht sehr weit ausgeprägt ist. Dieser Widerstand sollte mit nachwachsenden Mitarbeitergenerationen behoben werden können und darüber hinaus gibt es ja auch die Möglichkeit der Einbeziehung von Chatbots, um die notwendigen Personalressourcen überschaubar zu halten.

Darüber mehr im Teil 2 unserer losen Folge zu neuen Entwicklungen im Marketing-Markt.

Daten-Quelle:
* http://www.smartinsights.com/email-marketing/email-communications-strategy/statistics-sources-for-email-marketing/
** http://www.modernapp.co

9. Januar 2018|Aktuelles|0 Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar