Marketing fürs Image: Energieberatung für einkommensschwache Haushalte

Stromsperrungen sind lästig, kosten Geld und jede Sperrung ist eine zu viel. Viele Stadtwerke machen sich Gedanken, was man diesbezüglich unternehmen kann, der Energieverdichter stellt einen möglichen Lösungsansatz vor, der ganz nebenbei auch noch das Image fördert.

Der Stromsparcheck – eine eigens für einkommensschwache Haushalte konzipierte Energieberatung – wird im Schulterschluss vom Rheinischen Verein für Katholische Arbeiterkolonien e.V., vom Jobcenter StädteRegion Aachen und von der STAWAG angeboten. Acht Langzeitarbeitslose werden in dem Projekt eingesetzt und durch das Jobcenter finanziert. Nach einer speziellen Ausbildung besuchen sie vorrangig Bedarfsgemeinschaften in Stadt und Region. Sie beraten Haushalte und geben Tipps und Tricks, wie man einfach und effektiv Energie und Wasser sparen kann. Die STAWAG finanziert für das Projekt Soforthilfen wie z.B. Energiesparlampen, schaltbare Steckerleisten und Durchflussbegrenzer.

„Als Aachener Unternehmen fühlen wir uns den Bürgerinnen und Bürgern sehr verpflichtet“, unterstreicht Dr. Christian Becker, Vorstand der STAWAG. „Mit verschiedenen Projekten möchten wir einen Beitrag zur sozialen Entwicklung leisten. Insbesondere einkommensschwache Haushalte erreichen wir vielfach nicht mit unserer eigenen Energieberatung, das Projekt Stromsparcheck schließt hier eine Lücke.“

Schon seit vielen Jahren arbeiten die drei Aachener Institutionen eng zusammen. Nun wird das erfolgreiche Projekt fortgesetzt. Insgesamt wurden von den rund 28 000 Bedarfsgemeinschaften in der Städteregion bisher über 3 000 Haushalte erreicht. Im Durchschnitt sparen die Haushalte durch die Beratung jeweils rund 100 Euro an Energie- und Wasserkosten jährlich ein. In Summe wurden über den siebenjährigen Projektzeitraum rund neun Millionen Kilowattstunden und über 6 000 Tonnen CO2 eingespart.

Die STAWAG hat darüber hinaus eine Vereinbarung mit dem Jobcenter geschlossen, die Haushalten in der Grundsicherung ermöglicht, dass Energiekosten direkt vom Jobcenter übernommen und so Zahlungsprobleme verhindert werden. Darüber hinaus unterstützt der lokale Energieversorger eine spezielle Schuldnerberatung bei der Verbraucherzentrale, die sich primär um Probleme rund um Energiezahlungen kümmert.

Die STAWAG ist natürlich nicht alleine in dieser Richtung unterwegs, es gibt auch Beispiele in Augsburg, Berlin, Jena, Höxter und Münster. Wir finden jedoch, ein so nachhaltiger und imagefördernder Ansatz kann noch ein paar Nachahmer gebrauchen.

25. Februar 2016|Aktuelles|0 Kommentare

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