Betrachtet man das Marketinggeschehen in den deutschen Unternehmen, fällt unweigerlich das Lifestream-Format als neuer Weg zum (potenziellen) Kunden ins Auge. Im Zuge der Pandemie wurde aus der kurzfristigen Notlösung und einem technisch noch auf relativ niedrigem Niveau realisierten Service binnen kürzester Zeit ein vollwertiger Ersatz für einen Kongress oder eine Messeteilnahme.

Die persönliche und individuelle Einladung von bestehenden und zukünftigen Kunden in Verbindung mit der inhaltlich zielgruppengenauen Ausrichtung eines Eventthemas und die zeitliche Beschränkung auf wenige Stunden sorgen für eine konzentrierte Teilnahme und eine optimale Wissensvermittlung. Ein gut gepflegtes CRM und ein gut eingespieltes Marketingteam schaffen dafür beste Voraussetzungen.

Während sich aber online-realisierte Kleinveranstaltungen sehr erfolgreich mit gängigen Videokonferenzsystemen durchführen lassen, stellen digitale Großveranstaltungen hohe Anforderungen an Planung, Contententwicklung, technisches Equipment, personelle Aufstellung und Referierende mit Erfahrungen vor einer Kamera. Hier sollte nicht am falschen Ende gespart werden.

Technik und Profis als Erfolgsgaranten

Da haben kleine Unachtsamkeiten oder Fehler schnell verheerende Auswirkungen, wenn beispielsweise nicht genügend Bandbreite zur Verfügung steht oder die Bild- und Tontechnik wie auch die Studioqualität inkl. des regieführenden Personals den Ansprüchen und Notwendigkeiten nicht angemessen ist. Gerade das technische Equipments und dass verantwortliche Personal sollte für rein präsentationsausgerichtete oder eher interaktiv angelegte Events angepasst und spezialisiert ausgewählt werden.

Und wie auch im Web steht und fällt der Erfolg eines Streaming-Projekts mit dem Content. Die Kombination aus einer ansprechenden Story der zu vermittelnden Inhalte und dem Drehbuch der Veranstaltung sowie den handelnden Menschen von der Moderation über die Technik bis zur Keynote schafft das Erlebnis für die Teilnehmenden. Die Abläufe, Kamerafahrten, Einspielungen von Präsentations- und Grafikmaterial und Gesprächssituationen müssen von allen Beteiligten intensiv und unter Anleitung erfahrener Regieprofis geprobt werden, damit sich Erfolg einstellt.

Die Zukunft entwickelt sich

Ist dies geschehen, entstehen Events die haften bleiben. Nicht nur bei den Gästen, sondern auch bei allen an der Vorbereitung im Unternehmen beteiligten Personen. Da kann gerade unter den erhöhten Anforderungen in Pandemiezeiten ein ganz  neuer Spirit unter den Mitwirkenden entstehen.

Bereits nach Ende des ersten Eventjahres während der Pandemie zeigt sich: Das Streaming-Event wird kein Phänomen bleiben, das nur eine zeitlich begrenzte Relevanz haben wird. Die Zukunft gehört den hybriden Veranstaltungen, mit einem Publikum vor Ort und der Hinzuziehung weiterer Beteiligter an mobilen Devices fernab des Veranstaltungsortes. Denn auf beiden Wegen können Unternehmen ihre Inhalte interessant, professionell und innovativ präsentieren. Nur sollten sie sich dafür intensiv mit der Thematik auseinandersetzen. Die Big Four der Energiewirtschaft sind bereits dabei. Wir sind gespannt, wann die ersten Versorger den Zug in die Zukunft besteigen.

(OP)

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