Kunden im Auge behalten & Abschied nehmen von der Idee einer homogenen Zielgruppe

Die Kunden sind es, die Tarife auswählen, Verträge abschließen und ihrem Versorger viele Jahre treu bleiben sollen. Ihre Perspektive ist entscheidend. Sie muss man erreichen, begeistern, überzeugen. Und zwar heute. Nicht erst 2025 oder irgendwann sonst.

Aus diesem Grund stellen wir Ihnen schon jetzt in einer vierteiligen Blockreihe zum Thema „Energiekommunikation 2025“ die vier wichtigsten Bausteine erfolgreicher Energievermarktung der Zukunft vor. Für Versorger gibt es nicht nur eine relevante Zielgruppe – es gibt eine ganze Reihe. Mit jeweils unterschiedlichen Lebenswelten, Bedürfnissen und Interessen. Sie alle gezielt anzusprechen ist eine Herausforderung – und zugleich eine große Chance.

„Die Zukunft ist offen, man kann nicht mehr erwarten, dass sie einfach die Gegenwart fortsetzt.“ (Andreas Rödder über Parallelen zwischen der digitalen Transformation der Gegenwart und der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. brand eins, Ausgabe 07/2016)

Die Welt ist im Wandel, und zwar massiv. 2025 wird sie sehr anders sein als heute. Nicht so sehr äußerlich, mehr in ihrem Funktionieren. In der Art und Weise wie wir kommunizieren, an Informationen gelangen, Entscheidungen treffen, arbeiten, Waren und Leistungen beziehen, Verträge abschließen, uns fortbewegen, all sowas.

Technologien spielen bei diesem Wandel eine entscheidende Rolle. Aber auch viele Bedingungen unserer Umwelt, zum Beispiel gesellschaftliche Trends, politische Entwicklungen, sich verändernde Wertvorstellungen und anderes mehr. Wie bedeutsam diese Veränderungen für Versorger sind, lässt sich an einer Vielzahl von Themen ablesen, die derzeit unsere Diskurse prägen: Digitalisierung, Globalisierung, Klimawandel, Energiewende, E-Mobilität – kaum eine Nachrichtensendung, in der nicht wenigstens eines dieser Elefantenthemen auftaucht. Sie verändern unser Leben. Sie beschäftigen uns tagein, tagaus. Und sie haben großen Einfluss auf das, was Versorgerkunden wollen.

Hinzu kommt: Nicht alle wollen das Gleiche. Im Gegenteil. Junge Familien in Innenstädten haben andere Erwartungen als ein Rentnerehepaar auf dem Land. Umtriebige Singles wollen wieder etwas anderes. Und so weiter. Es gibt immer mehr Zielgruppen, die zwangsläufig immer kleiner werden.

Versorger müssen sich dem stellen. Müssen wissen, was ihre Kundengruppen umtreibt. Jede für sich. Meinungsforschung wird deshalb immer bedeutsamer. Nicht von ungefähr hat sich die Zahl der Institute und ihrer Umsätze seit 2000 verdoppelt. Es geht aber auch mit weniger Aufwand. Wie verraten wir Ihnen gerne.

27. Januar 2017|Aktuelles|0 Kommentare

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