Keine Angst vor RWE, E.On, Vattenfall und EnBW

Die vielen Stadtwerke in Deutschland haben mit Einsatz und Selbstbewusstsein in den letzten Jahren deutlich an Marktanteilen gewonnen. Als Stadtwerkeblog gratulieren wir dazu, denn vor allem für Verbraucher ist Konkurrenz auf dem Strommarkt immer von Vorteil. Doch wo liegen die Ursachen für den Gewinn der Stadtwerke?

Zuerst schlägt der Kauf des Energieversorgers STEAG durch sieben Stadtwerke zu Buche. Damit haben die Stadtwerke ihre Produktion von 15.000 Megawatt in 2010 auf 20.000 Megawatt in 2012 gesteigert.

Doch das allein erklärt sicher nicht die Steigerung des Marktanteils von unter zehn Prozent im Jahr 2010 auf 12,6 Prozent in 2012.

Ein entscheidender Schlüssel dürfte auch das immer selbstbewusstere Marketing einzelner Stadtwerke sein. So positionieren sich zum Beispiel die Münchener Stadtwerke als lokales und vor allem service-orientiertes Unternehmen, das seinen Kunden das Leben leichter macht. Nähe scheint dann auch der entscheidende Schlüsselbegriff für die Verbraucher zu sein, wenn es um die Frage nach dem Energieversorger geht.

Immer mehr in den Vordergrund rücken aber auch die Themen Umwelt und erneuerbare Energien. In diesem Bereich gibt es für die meisten Stadtwerke noch deutlichen Nachholbedarf gegenüber den Energieriesen. Aber auch hier bewegen sich die Stadtwerke dynamisch.

Ein Beispiel, wie schnell sich das in der Zukunft ändern kann, gibt die Kampagne von neun Allgäuer Energieversorgern unter der Führung der gemeinsamen Allgäuer Überlandwerk GmbH. Sie ist nicht nur Kampagne des Monats in der ZfK geworden, sie definiert auch ganz klar das Ziel, unabhängig von Öl und Atomkraft zu werden und auf „Erneuerbare Energien“ vor allem aus der Region zu setzen.

Auch wenn der Einsatz erneuerbarer Energien bis jetzt bei vielen Stadtwerken noch nicht überragend ist – viele Stadtwerke arbeiten daran, die Energiewende voranzutreiben.

Und so lautet unser Fazit: Die beiden Punkte, Verbrauchernähe und erneuerbare Energie aus der Region, werden die entscheidenden Faktoren sein, um die ambitionierten Ziele der Stadtwerke zu erreichen. Immerhin wollen sie bis zum Jahr 2020 einen Marktanteil von 20% erreichen. Und wir können uns gut vorstellen, dass sie das schaffen.

1. Oktober 2012|Aktuelles|0 Kommentare

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