Fehler vermeiden! Leitfaden für das Agenturbriefing

Beteiligte auf beiden Gesprächsseiten graut vor dieser Situation: Mitten in der Präsentation wächst die Erkenntnis, dass die Ideen und Ausführungen der für eine Werbekampagne beauftragten Agentur am Ziel vorbeischießen. Viel Fleiß, persönliche Energie, Herzblut und damit auch Geld sind unnötig investiert, manchmal vergeudet, worden. Hüben wie drüben.

Und leider merkt man immer erst dann, dass im Rahmen des Briefings, also der Beauftragung der Agenturpartner, die eine oder andere Information fehlte, falsch verstanden oder interpretiert wurde. Leider auch deshalb, weil kein Raster vorlag oder mal wieder, oft wegen Zeitmangels, nur am Telefon gebrieft wurde.

Um dieses Malheur zu vermeiden, hier eine Energieverdichter-Checkliste der zu formulierenden Informationen für einen Agenturpartner, die mit Sicherheit hilft, unangenehme Situationen auf beiden Seiten zu vermeiden.

1. Ausgangslage darstellen

– Informationen zum eigenen Unternehmen: Portrait, Sortiment, Marktstellung
– Marketingsituationsanalyse
– Bisherige Werbemaßnahmen und deren Erfolge
– Werbung von Mitbewerbern
– Erläuterung der Produkte- und / oder des Dienstleistungssortiments
– Formulierung der Aufgabenstellung

2. Zielsetzungen präzisieren

– Zielgruppenbeschreibung und -selektion
– Zeitraum der Aktionsvorbereitung, Meilensteine und / oder Termine
– geografisches Zielgebiet
– Werbeziele: Image, Produkt, Marke, Bekanntheit, Wissen, Verhalten
– Zielsetzungen betreffend Präsentation von Vorschlägen und (Zwischen-) Ergebnissen

3. Strategie / Vorgehen beschreiben

– Interne Richtlinien zu Kommunikationsmaßnahmen
– Formulierung der Werbebotschaft
– Vorschläge betreffend der angedachten Kommunikationskanäle

4. Maßnahmen und Termine erläutern

– Meilensteine der Kampagne inkl. Daten
– Konkrete Maßnahmen für das weitere Vorgehen

5. Organisation erklären

– Beteiligte interne und externe Stellen
– Interne und externe Aufgaben
– Verantwortlichkeiten und Kompetenzen
– Auftragsbeschreibung
– Koordinationsstellen intern / extern

6. Budget benennen

– Budget-Rahmen
– Einzelne Budget-Posten

7. Kontrollen festlegen

– Kontrolle der Zielsetzungen, Werbeerfolgskontrollen
– Budget-Kontrolle
– Berichtswesen, Sitzungen, Protokolle

Mit diesem Raster und einem anschließenden Rebriefing werden Missverständnisse mit Sicherheit auf ein Minimum reduziert.

23. März 2015|Aktuelles|0 Kommentare

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