Fachzeitung „e & m“ bringt es an den Tag: Deutsche Stadtwerke haben Nachholbedarf

Auch wenn man sich immer wieder die Frage stellen muss, wer eine Studie in Auftrag gibt, wer sie realisiert und wie welche Ergebnisse zustande kommen können – diese Zahlen aus dem aktuellen „Marktthemenradar 2017“ der Fachzeitung „e & m“ und des Marktforschungsunternehmen research tools lassen aufhorchen.

50 Anbieter zu 19 Marktthemen befragt

Befragt wurden 50 Stadt- und Gemeindewerke, die Versorgungsleistungen im öffentlichen Bereich erbringen. Hier die auffallenden Ergebnisse:

  • Kundenorientierung und Regenerative Energien sind aktuell die größten Aufgabensegmente für die lokalen Energiedienstleister
  • Digitalisierung, E-Mobilität und Netzsicherheit spielen als Einzelthemen eine wichtige Rolle
  • Größere Stadtwerke beschäftigen sich eher mit Ladenetzen für die E-Mobilität. Für kleinere Stadtwerke stehen Markenaufbau und Cross-Selling im Blickpunkt des Interesses
  • Als Benchmarkleistungen, an die man anknüpfen möchte, werden individuelle Serviceangebote genannt
  • Mehr als 50% der Stadtwerke sehen keinen Bedarf bei einem Onlineshop oder beim Suchmaschinenmarketing. Und nur 30% der kommunalen Versorger verfügen über Websites, die auch auf mobilen Endgeräten für Freude bei Betrachtung sorgen, also responsiv angelegt sind.

Solche Ergebnisse lassen den marketing-orientierten Betrachter einigermaßen ratlos zurück. Wann endlich öffnet diese leider immer noch bestehende Mehrheit der Kommunalversorger endlich die eigenen Augen und nimmt wahr, was die Großen der Branche (>25.000 Kunden) vorleben ?

Die Digitalisierung schreitet voran und fordert eine intensive Beschäftigung mit den notwendigen Maßnahmen. Auch wenn man nicht sofort alle Spezialisten sofort im eigenen Unternehmen beschäftigen kann, so muss sich das Unternehmen mit gerade in der Energiewirtschaft erfahrenen externen Partnern zusammensetzen und notwendige Schritte für die eigene Markenkommunikation und den Vertrieb besprechen.

Mobile Lesbarkeit unverzichtbar

Kann der User eine Website auf mobilen Endgeräten nicht vernünftig lesen, so entgeht dem Stadt- oder Gemeindewerk eine große Zahl von Interessenten, denn heute greifen bereits mehr als 80% aller Nutzer, ob geschäftlich oder privat zuerst zum Smartphone oder Tablet, wenn sie sich über Produkte oder Dienstleistungen informieren wollen. Gehen denn die Geschäftsführungs- und Vertriebsverantwortlichen nicht mal selbst mit dem Smartphone auf die eigene Website und schauen diese auch mal kritisch an? Dann muss man doch feststellen, dass eine Betrachtung des Angebots völlig spaßbefreit ist.

Wann ändert sich das Denken der Verantwortlichen gerade in den mittleren und kleineren Unternehmen dahingehend, dass man offen wird, für Lösungen, die auch zukunftsorientierte Käufer erreichen und begeistern, um den Vertrieb der me-too-Produkte Strom und Gas abzusichern und zu forcieren

2. Oktober 2017|Aktuelles|0 Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar