Erneuerbare Energie erfordert erneutes Nachdenken

Die Strompreise steigen. Das hat mittlerweile wohl jeder Bundesbürger mitbekommen. Grund ist die neue EEG-Umlage. Wir, die Verbraucher, tragen durch das EEG Erneuerbare-Energie-Gesetz also einen Teil der Kosten für den Technikwandel. Keine leichte Aufgabe für Stadtwerke, uns diese Kostensteigerung zu erklären.

„Im Schnitt liegen die Aufschläge bei rund 11,7 Prozent. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden errechnen sich daraus zusätzliche Belastungen in einer Größenordnung von rund 125 Euro. Dabei erreichen die Aufschläge bis zu 20 Prozent in der Spitze.“ Das meldete das Manager Magazin am 19.11.2012.

Zwar erhöhen zum 1. Januar 2013 noch nicht alle Anbieter die Preise, die Preiserhöhung ist damit aber bestenfalls aufgeschoben. Das wird wohl auch für RWE gelten, die „vorerst“ auf eine Erhöhung verzichten will. Bis April dürfte auch hier eine Preiserhöhung anstehen.

Was tun die Stadtwerke?

Viele Stadtwerke, insbesondere die kleinen, haben ihre Kunden bereits informiert. Ob es allerdings gelingt, mit Events die Preiserhöhung schmackhaft zu machen, wie es die Stadtwerke Greven versucht haben, bleibt fraglich. Unter dem Motto „Wir knipsen das Licht aus. Wer knipst mit?“ diskutierten die Grevener mit Feuerkörbchen und Fackelschein am 26. November auf dem Marktplatz die Strompreiserhöhung. Ob das zum Wohlwollen der Kunden beigetragen hat, ist uns nicht bekannt.

Sicher aber dürfte sein: Keinem Kunden macht es sonderlich Freude, aufgrund eines neuen Gesetzes mehr für den Strom zu bezahlen. Und keinem Anbieter macht es Freude, mehr von seinen Kunden zu verlangen, ohne selbst davon zu profitieren.

Am Ende zählt nur Stromsparen

Energiefresser ausschalten, auf den Kontakt zur Außenwelt verzichten, sich wärmer anziehen und alle alten Geräte entsorgen – das scheint die einzige Lösung für Verbraucher. Denn nur so lassen sich die Kosten nachhaltig senken – und das kommt sicherlich allen zugute.

Da kommt uns eine verwegene Idee:

Was wäre, wenn sich die Stadtwerke zu einer Einkaufsgemeinschaft für energiesparende Elektrogeräte zusammenschließen würden?  Mit dem Verkauf der Geräte ließe sich so eine zusätzliche Einnahmequelle erschließen. Aber was vielleicht viel wichtiger ist: Sie könnten den Verbrauchern zeigen, dass sie wirklich beim Stromsparen helfen. Das bringt Punkte beim Image und fördert gleichzeitig die Kundenbindung.

 

14. Dezember 2012|Aktuelles|0 Kommentare

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