E-Bike-Hysterie – Gibt es noch Menschen, die ohne Strom radeln?

Der Mai mit seinen vielen Feiertagen ist ideal für ausgedehnte Fahrradtouren. Neben den Straßen-Rennrad-Profis, den Mountain-Bike-Freaks und den Trekking-Rad-Sportlern gibt es auch die Ungeübten, die Couch-Potatoes oder die Schreibtisch-Hocker. Sie würden gerne mitradeln. Aber schaffen Sie die 50 Kilometer Tagestour? Oder geht noch mehr? Für erwachsene Radfahrer mit durchschnittlicher Kondition sind Tagestouren zwischen 60 und 80 Kilometer durchaus machbar. Wer sicher gehen will, dass die anderen ihm nicht davon fahren, der steigt besser aufs E-Bike. 2013 wurden 410.000 E-Bikes in Deutschland verkauft. Insgesamt sind hierzulande mittlerweile 1,6 Millionen E-Räder unterwegs.

„Natürlich will ich E-Mobilität“ – mit diesem Slogan und einem interessanten Förderprogramm unterstützt das Stadtwerk am See Elektromobilität. Hundert E-Bike Käufer werden mit jeweils 50 € gefördert und auch die Neuanschaffungen von E-Rollern und Twizys wird mit je 100 € belohnt. Einzige Voraussetzung, um ins Förderprogramm zu kommen, man muss Kunde der Stadtwerke am See sein. So geht Kundenbindung und vielleicht auch Neukunden-Gewinnung: http://s.energieverdichter.de/sas. Allerdings stimmt die Verhältnismäßigkeit von Anschaffungspreis und Fördersumme nicht so ganz. Zumindest nicht im Vergleich von Roller und Twizy 🙂

Wer noch nicht sicher ist, ob er E-Biker werden will, der kann einen weit verbreiteten Stadtwerke-Service in Anspruch nehmen und Elektro-Fahrräder ausleihen. Das geht bei einigen EVUs sogar kostenlos. Auch hier muss nur eine Voraussetzung erfüllt werden. Welche könnte das sein? Kunde sein bringt Vorteile!
In Eichstätt kann beispielweise jeder Stadtwerke-Kunde ein Fahrrad maximal eine Woche kostenfrei ausleihen: http://s.energieverdichter.de/ebikeeich.

E-Bike Eichstätt

Passend zum Frühlingswetter starten auch die Stadtwerke Warendorf die neue Ausleihsaison der E-Bikes. Der Hinweis auf der Website, dass das Ausleihen kostenlos ist, fehlt auf den ersten Blick scheinbar völlig. Erst nach einigen Klicks und weit unten im Fließtext erfährt man dies. Dadurch wird dieser Kunden-USP leicht übersehen. Den Ausleih-Service könnte man kommunikativ deutlich puschen: mit Flyer, Mietvertrag zum Download oder – ganz weit vorn – einer E-Bike Ausleih-App. Immerhin steht die E-Bike-Flotte der WEV Warendorfer Energieversorgung GmbH schon seit vier Jahren zur Verfügung: http://s.energieverdichter.de/wev.

E-Bike WEV

Was meinen Sie: Gibt es bald eine „E-Bike Hysterie“? Oder wird das Potenzial in diesem Segment überschätzt?

30. April 2014|Aktuelles|0 Kommentare

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