DVGW stellt Konzept zur Energiewende vor

Es ist hinlänglich bekannt, dass die Energiewende mit Blick auf die Kosten und die Zeitachse eine echte Herausforderung ist. In diesem Zusammenhang weist jetzt der DVGW,  der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V., darauf hin, dass die spezifischen CO2-Vermeidungskosten von Technologien und die Nutzung bestehender Infrastrukturen stärker berücksichtigt werden müssen. Der Verein hat dazu ein eigenes umsetzungsfähiges Konzept entwickelt, in dem Gas als grüner Energieträger entscheidend zur CO2-Minderung im Verkehr und Heizungsmarkt beitragen kann. Gleichzeitig sollen die Power-to-Gas-Technologie und die Gasnetzinfrastruktur eine Schlüsselfunktion bei der langfristigen Speicherung erneuerbarer Energie einnehmen.

Schlüssel liegt im Detail

Im Detail könnten im Bereich der Mobilität durch den Einsatz von Gas betriebenen Fahrzeugen bis zu 22 Prozent CO2 gegenüber vergleichbaren Dieselmotoren vermieden werden. Schon heute ließen sich durch Erdgas betriebene Pkw in Deutschland jährlich gut 44.600 Tonnen CO2 einsparen. Eine vergleichsweise kleine Menge im Gesamtkontext, doch mache sie deutlich, welches Potenzial in einem Fuel-Switch steckt. Weiterhin hebt der DVGW hervor, dass im Strommarkt über eine Ablösung der Braunkohlekraftwerke durch Erdgaskraftwerke 108,75 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden können.

Potenzial Wärmemarkt

Auch im Wärmemarkt seien die Potenziale bei weitem noch nicht erschöpft. Ein gestufter, sich am realen Investitionsverhalten orientierender Sanierungsfahrplan privater Haushalte könne bis zu 642 Millionen Tonnen Treibhausgase im Zeitraum 2010 bis 2050 einsparen, heißt es. Und in der Industrie sei es in einem ersten Schritt durch die Substitution von Kohle und Erdöl durch Erdgas möglich, eine zügige und signifikante Reduktion von Treibhausgasemissionen zu erreichen. In einem zweiten Schritt solle dann eine allmähliche Steigerung des Anteils erneuerbarer zur weiteren Verbesserung der Treibhausgasbilanz führen. Alle Maßnahmen, so der DVGW, seien nicht isoliert zu betrachten. Durch eine Verknüpfung der einzelnen Bereiche miteinander könnten weitere Effizienzressourcen gehoben werden. Auch soll das Thema einen breiten Raum auf der vom DVGW organisierten Messe gat einnehmen.

Das nach eigener Aussage führende Forum der deutschen Gaswirtschaft findet vom 29.-30. November in Köln statt.

2. August 2017|Aktuelles|0 Kommentare

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